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Suri Faser

Suri LockenSuri Faser beinhaltet natürlich alle Vorteile der Alpakafaser. Darum muss ich auch dort beginnen:

Alpakafaser unterscheidet sich in ein paar wesentlichen Aspekten von allen Edeltierhaaren und Schafwolle (bitte beachten Sie, dass der Begriff Wolle tatsächlich für Schafe reserviert ist. Alles Andere bezeichnet man als Faser). Zu den offensichtlichen Unterschieden gehört zunächst einmal die Farbe. Derzeit sind 22 Farben durch die Industrie als reine Farben deklariert worden, aus denen sich 85 Schattierungen und über 100 Melangen ableiten lassen. Das ist definitiv ein bedeutsames Merkmal, birgt es doch auch ein Problem für die Bearbeitung. Die industrielle Verarbeitung fordert nicht nur in der Feinheit eine möglichst große, homogene Rohfaser, sondern natürlich auch farbrein. Die Industrie bevorzug weiß, da man diese Faser natürlich besser färben kann.

Das bedeutete, dass farbige Faser gerade in den Anfangsjahren wertloser war, demzufolge auch aus der Zucht genommen wurde. Erst in den 90ziger Jahren erlebte die farbige Faser eine Rennaissance. Heute haben alle Alpakazüchter, die sich nicht auf wenige oder gar eine Farbe konzentrieren, das Problem immer genügend Faser in der gleichen Feinheit und Farbschattierung bei der Schur zu erhalten. Dieses Problem wird sich jedoch mit der allgemeinen Steigerung der Herdgrößen von selbst erledigen.

Das nächste, was Alpakafaser von allen anderen Edeltierhaaren unterscheidet, ist die Faserlänge (Stapellänge = Wachstum pro Jahr). Liegt diese bei Huacayas noch bei ca. 12 cm in jungen Jahren, so verdoppelt das Wachstum sich bei Suris auf bis zu 24 cm pro Jahr. Im Vergleich dazu ist die Kammwolle bei Kaschmir lediglich 2-4 cm lang, was die Haltbarkeit von Kaschmirgarnen massiv reduziert. Die Faser von Suris wächst so lang, dass sie bereits die Maximallänge der Kardiermaschinen übersteigt und deswegen eingekürzt werden muss. Aus diesem Grund ist es problemlos, Suris auch mal alle zwei Jahre zu scheren, denn geteilt werden muss die Faser wahrscheinlich sowieso. Wichtig ist dabei, dass der Bauch jährlich geschoren wird, um eine Überhitzung der Tiere zu vermeiden.

Huacaya und Suri verfügen beide über wenig bis gar kein Wollfett (Lanolin) wodurch die Faser zwar die Tiere nicht besonders gut vor Nässe schützt, dafür aber als hypoallergen gilt, wahrscheinlich einer der Hauptvorteile von Alpakafaser.

Dass Alpakafaser vergleichsweise leicht ist, liegt am relativ hohen Anteil hohler Fasern (medulliert), welche dennoch einfärbbar ist. Leider wird diese Eigenschaft oftmals rausgezüchtet, da medullierte Faser bei der Schafwolle unerwünscht, da nicht einfärbbar, ist. Ein klassisches Beispiel für Züchterfehler: Merkmale einer Tiergattung auf eine andere zu übertragen, ohne die Hintergründe zu erforschen.

Glanz der SurifaserDer wesentliche Unterschied zwischen Suri und Huacaya liegt jedoch in der speziellen Oberflächenstruktur, der Schuppen. Diese sind bei Suris wesentlich länger, was einen engen (hochfrequenten) Crimp wie bei Huacayas verhindert und eine lange Wellenform bildet. Diese Faserschuppen liegen bei Suris so eng an, dass die Oberfläche dadurch einen unbeschreiblichen Glanz erzeugt. Dieser Glanz ist nur noch in der Seide wiederzufinden und macht die Surifaser so einzigartig. Der Nachteil dieser Schuppe liegt darin, dass man in der Verarbeitung viel mehr Spin reinbringen muss, um ein haltbares Garn zu erhalten. Ein einmal gesponnenes Garn gilt jedoch als herausragend reißfest. Das Geheimnis liegt also in der Verarbeitungsmethode, bei der sich die Experten nicht in die Karten sehen lassen.

Das Endprodukt von Surifaser ist überwiegend in der Webware zu finden und im Webpelz, einer tiefreundlichen Variante, da hier das Tier geschoren und nicht geschlachtet wird. Einige Designer und Modelabels haben bereits erfolgreiche Linien etablieren können, die im Hochpreissegment absolut erfolgreich sind. Es liegt nun an den Züchtern, die Suri Faser konsequent in ihrer Feinheit und Gleichförmigkeit weiterzuentwickeln, aber auch mehr Rohfaser in geeigneter Qualität zur Verfügung zu stellen. Eine Aufgabe, der ich mich gerne widme.

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